Tecnolumen Wagenfeld Lampe WG24

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Wagenfeld Lampe WG24  – Das sollten sie vor dem Kauf wissen

Die WG24  von Tecnolumen, besser bekannt unter dem Namen Wagenfeld Lampe, Wagenfeld Leuchte, oder auch einfach Bauhaus-Leuchte, ist ein echter Designklassiker. Die Lampe gilt heute als Ikone des Bauhauses. Diesen Ruhm erlangte die Leuchte aber erst recht spät. Vielleicht auch, weil sie ihren ursprünglichen Zweck, eine Tischleuchte zu sein nur zum Teil erfüllt.

Ambientebeleuchtung

Wer auf der Suche nach einer zeitlosen Tischlampe ist, sollte jetzt weiter lesen. Vorweg sei jedoch gesagt, dass sich die Wagenfeld Lampe nicht besonders gut als Lese- oder Schreibtischlampe eignet. Mit ihrer 5/8 Kugel kann sie einen Tisch nicht wirklich gut beleuchten, da sie das Licht nicht punktuell nach unten abgibt, sondern den Raum indirekt aufhellt. In Zeiten von modernen Beleuchtungskonzepten ist das Ausleuchten der einzelnen Wohnbereiche aber auch das kleinste Problem. Vielmehr dient die Leuchte als stilvoller Akzent. Und dazu taugt sie im ausgeschaltetem Zustand fast genau so gut wie erleuchtet. Für die indirekte Beleuchtung ist die WG24 also umso besser geeignet. Ob auf der Fensterbank, als Lampe auf einem schicken Beistelltisch, oder auf einem Regal – die Bauhaus-Lampe macht fast überall eine gute Figur und sorgt für eine besondere Atmosphäre.

Ein Schritt zurück, zwei nach vorne

Kurz zurück zu den Anfängen: 1924 entworfen vom damaligen Bauhaus Studenten Wilhelm Wagenfeld, war ab 1930 erstmal für lange Zeit Schluss mit der Bauhaus Leuchte. Erst die Zusammenarbeit mit Walter Schnepel, dem Gründer der Firma Tecnolumen, und bis heute Geschäftsführer, brachte ab Anfang der 1980er Jahre den großen Durchbruch. Im Zuge der Kooperation wurden zum Zweck der besseren Funktionalität nochmal ein paar Kleinigkeiten an der Tischleuchte verändert.

Form folgt Funktion

Die Lampe steht heute wie kein weiteres Möbelstück für das Bauhaus. Einer der Leitsätze der Bauhausschule war „Form folgt Funktion“. Mit der Wagenfeld Leuchte kann man sich ein Stück industrielles Design ins Wohnzimmer holen. Die Kombination aus Glas und Metall, sowie der Verzicht auf jegliche Schnörkel machen es möglich. Die Lampe braucht nicht viel mehr als drei geometrische Grundformen: Scheibe, Zylinder und Kugel. Durch das Zusammenspiel dieser einzelnen Komponenten schafft die Tischleuchte klare Linien und wirkt zeitlos modern.

Wagenfeld Leuchte

Der Entwurf der Wagenfeld Lampe

Die WG 24 hat einen grünlich schimmernden Glasfuß, einen Schaft aus Klarglas, und einen Lampenschirm aus mundgeblasenem Opalglas. Die Zugschnur besteht aus schwarzem Textil an deren Ende eine kleine vernickelte Metallkugel hängt. Da die Kugel hohl und  somit sehr leicht ist, stellt sie keine Gefahr für das Glasrohr dar. Für den Fall, dass der Glasschirm wider erwarten mal zu Bruch gehen sollte, ist er übrigens auch als Ersatzteil erhältlich.

Intelligente Kabelführung

Im Klarglasrohr befindet sich ein weiteres Rohr aus vernickeltem Metall. Durch dieses Rohr wird das Stromkabel im Inneren geführt.
Außen ist das ca. 2 Meter lange Stromkabel mit schwarzem Textil ummantelt und wirkt somit sehr stabil und kräftig. Alle Oberflächen aus Metall sind vernickelt, nicht verchromt. Dadurch kann nach einigen Jahren im Gebrauch eine leicht gelbliche Patina entstehen.

Hitzebeständig

Die WG 24 ist 36 cm hoch und hat einen Durchmesser von 18 cm. Durch die sehr hitzebeständigen Materialien kann die Lampe mit starken Leuchtmitteln von bis zu 75 Watt (Fassung E27) betrieben werden.
Die Bremer Firma Tecnolumen besitzt seit 1979 die Exclusivlizenz zur Herstellung der Wagenfeld Leuchte.

WG24 mit Zollstock

Wagenfeld Lampe dimmbar?

Viele moderne Lampen haben heutzutage eine eingebaute Dimmfunktion. Diese Technologie lag als die Bauhauslampe  im Jahr 1924 entstand natürlich noch in weiter Ferne. Da die Lampe von Tecnolumen noch heute nach den Originalplänen hergestellt wird, muss man auf diese Funktion verzichten. Möchte man die Wagenfeld Lampe trotzdem mit verschiedenen Helligkeitsstufen nutzen, schafft hier eine innovative LED-Birne von Philips Abhilfe.

Die Philips SceneSwitch ermöglicht es durch einfaches Drücken auf den An-/Aus-Schalter zwischen 3 verschiedenen Helligkeitsstufen zu wechseln. So kann man zwischen 100 %, 40 % und 10 % wählen. Gerade die Stufen 10- und 40 % schaffen ein sehr angenehmes, warmweißes Licht. Zudem verfügt die LED-Birne über eine Memory-Funktion und merkt sich bei längerem Ausschalten die zuletzt gewählte Lichteinstellung. Angenehmer Nebeneffekt: Man spart noch etwas Strom. Ich habe die Birnen selbst in verschiedenen Lampen im Einsatz und kann sie uneingeschränkt empfehlen. Bestellen können Sie die Philips SceneSwitch bequem bei Amazon unter diesem Link.

Wagenfeld-Lampe-Nahaufnahme

Original Wagenfeld Leuchte erkennen an diesen Merkmalen

Da die Bauhaus-Lampe einer der bekannntesten und beliebtesten Designklassiker überhaupt ist, gibt es leider auch massenhaft Fälschungen. Bereits ab etwas über 100,- Euro wird die Tischleuchte  in Onlineshops teilweise angeboten. Neben dem viel zu niedrigen Preis gibt es ein paar weitere Merkmale an denen sich ein Original von einer Kopie unterscheiden lässt.

Die Unterschiede

  • Der Glasfuß – Beim Original wird der Glasfuß mittig ausgefräst und der aufgesetzte Aufbau mit zwei Inbusschrauben befestigt. Bei den Plagiaten wird der Aufbau einfach auf den Fuß geklebt, was erstens unsauber aussieht und zweitens früher oder später zu Instabilität führen wird. Dies wird aus Kostengründen bei nahezu allen Plagiaten so gehandhabt, wodurch eine Fälschung recht leicht zu erkennen ist.
  • Maße – Die Abmessungen von Plagiaten sind oft nicht originalgetreu. Das Original ist 36 cm hoch, die Glaskugel hat einen Durchmesser von 18 cm
  • Der Stecker – Bei Fälschungen wird oft nur ein Flachstecker verwendet. Beim Original hingegen ein Schukostecker.
  • Serien-Nr. – Auf der Unterseite der Leuchte ist eine fortlaufende fünfstellige Serien-Nr., sowie der Schriftzug Tecnolumen Bauhaus eingeprägt.

Dass die WG24 so oft kopiert wird ist gewissermaßen auch als Anerkennung an das Design zu sehen. Nichtsdestotrotz führen Plagiate den Herstellerfirmen natürlich großen Schaden zu.

Im Jahr 2012 startete Tecnolumen eine kreative Aktion. Wer nachweislich innerhalb der letzten drei Jahre eine Fälschung erworben hatte, konnte die Fälschung bei Tecnolumen gegen ein Original eintauschen. Die Aktion war allerdings auf 100 Stück begrenzt. Durch die Aktion wollte man das Bewusstsein für Produktpiraterie schärfen und auf die großen Qualitätsunterschiede aufmerksam machen.

Erschwingliches Original

Und das Original von Tecnolumen ist durchaus erschwinglich. Im Gegensatz zu den meist sehr hochpreisigen Loungesesseln macht der Preisunterschied zwischen Original und Kopie hier nur wenige hundert Euro aus. Das ist es wirklich nicht Wert sich eine Fälschung ins Haus zu holen.

Die Geschichte der Wagenfeld Lampe

Woher kommt eigentlich der Name WG24 ? – Ganz einfach: Der Erschaffer dieser Lampe, Wilhelm Wagenfeld (1900 – 1990) entwarf die Lampe im Jahr 1924. Wagenfeld kam 1923 als Student ans Bauhaus, wo er später auch als Lehrer, oder wie es im Bauhaus hieß, als Formmeister tätig war. Die WG24 war eines seiner ersten von insgesamt über 600 Entwürfen. In seiner Schaffenszeit designte er auch viele Produkte für renommierte Firmen die sich heute im Alltag wiederfinden, wie z.B. den Salz-und Pfefferstreuer Max & Moritz von WMF, oder  ein Porzellanservice von Rosenthal.

Das WG steht somit für die Abkürzung von Wagenfeld, und die Zahl 24 stammt von der Jahreszahl 1924. Zunächst entwarf Wagenfeld die WA23, diese hatte noch einen schwarzen Metallfuß. Auch heute gibt es noch verschiedene Varianten, etwa die bereits erwähnte WA23, oder die WA24, beide mit Metallfuß. Wir beschäftigen uns in diesem Artikel aber mit der Variante mit grün schimmerndem Glasfuß.
Besonders wichtig war Wagenfeld, dass die Lampe nicht nur ein Leuchtkörper ist, sondern dass sie gerade auch in ausgeschaltetem Zustand etwas hermacht.

  • 1923

    Wagenfeld kommt als Student ans Weimarer Bauhaus

  • 1924

    Entwurf der Tischleuchte

    1924

  • 1930

    Das Bauhaus wird geschlossen

    Wagenfeld erhält seine Entwürfe und Nutzungsrechte zurück

  • 1979

    Tecnolumen erhält die Produktionslizenz

    1979

Handarbeit

Obwohl die Bauhaus Entwürfe eigentlich für die Massenproduktion gedacht waren, wurde und wird die bis heute in Handarbeit gefertigt. Die aufwendige Handarbeit machte es zunächst schwierig die Lampe in größerer Stückzahl zu produzieren. Erstmals aus industrieller Fertigung angeboten wurde die im Jahr 1928 von der Firma Schwintzer & Graff. Mit einem Verkaufspreis von 55 Reichsmark war die Lampe aber für viele einfach nicht erschwinglich, was eine weite Verbreitung der Lampe verhinderte.

Zu ihrer Beliebtheit kam die Lampe ohnehin erst recht spät. 1982 wurde sie mit dem Bundespreis „Gute Form“ ausgezeichnet. 1986 nahm das Museum of Modern Art in New York die Lampe in ihre Sammlung auf.

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Bauhaus
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